Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe nach der dritten Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen

Die Lohn- und Gehaltsverhandlungen für die rund 850.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe wurden heute nach drei Verhandlungsrunden ergebnislos abgebrochen.
„Dass die Gewerkschaft die Entwicklung der baukonjunkturellen Lage in keinster Weise anerkennt und die Branche für Corona-immun hält, machte eine Einigung unmöglich. Der Ball liegt daher nun im Feld der IG BAU“, erklärte Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB).

Es war durch das beharrliche Festhalten der Arbeitnehmerseite an ihren Forderungen zur Wegezeitenvergütung in mehreren Gesprächsrunden nicht möglich, zu einer Annäherung zu kommen. Seit Jahrzehnten bestehen branchenspezifische Lösungen, durch die die Fahrt- und Wegezeiten berücksichtigt und vergütet werden. Die tariflichen Regelungen hierzu haben sich in der Praxis bewährt.

Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) und Co-Vorsitzende der Verhandlungskommission der Arbeitgeber, fügte hinzu: „Wir bedauern, dass die Gewerkschaft unser Signal für eine tarifliche Corona-Zahlung nicht für einen intensiveren Austausch in der dritten Verhandlungsrunde genutzt hat. Für uns ist klar, dass wir weiter Lösungen in dieser schwierigen Situation suchen werden.“