Verlängerung der Steuererklärungsfrist in beratenen Fällen für den Veranlagungszeitraum 2019 bis 31. August 2021 geplant

Verlängerung der Steuererklärungsfrist in beratenen Fällen für den Veranlagungszeitraum 2019 bis 31. August 2021 geplant

Im Nachgang zu unserem elektronischen Rundschreiben vom 18.12.2020 teilen wir Ihnen mit, dass das Bundeskabinett am 6. Januar 2021 beschlossen hat, dass aus der Mitte des Bundestages der Entwurf eines Gesetzes zur Verlängerung der Steuererklärungsfrist in beratenen Fällen für den Veranlagungszeitraum 2019 eingebracht werden soll.

Da durch die intensive Einbindung der Steuerberater in die Unterstützung der Betriebe in Zeiten von Corona eine fristgerechte Erstellung und Übermittlung der Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum nicht sichergestellt werden kann, wurde in einem ersten Schritt, wie berichtet, die Verlängerung der Steuererklärungsfrist durch das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 22.12.2020 um einen Monat bis zum 31. März 2021 vorgesehen.

Die Koalitionsparteien haben sich nunmehr auf eine gesetzliche Verlängerung der Frist bis zum 31. August 2021 verständigt. Mit dem Kabinettsbeschluss vom 6. Januar 2021 ist der erste Schritt zur Einleitung eines Gesetzgebungsverfahrens zur Änderung der des Einführungsgesetzes zur Abgabenordnung getätigt worden. Neben der Verlängerung der Steuererklärungsfrist ist ebenfalls eine sechsmonatige Verlängerung der zinsfreien Karenzzeit des § 233a Absatz 2 Satz 1 AO (Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen) für den Veranlagungszeitraum 2019 vorgesehen.

Für Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwalt Andreas Lieberknecht gerne zur Verfügung.