Gefährdungsbeurteilung im Betrieb während der Coronavirus-Pandemie

Um die Umsetzung der SARS-Cov-2-Arbeits­schutzregel zu dokumentieren, muss in den Betrieben eine Gefährdungsbeurteilung der einzelnen Arbeitsbereiche durchgeführt werden, falls noch nicht geschehen, auch rückwirkend. Nach dem Arbeitsschutzgesetz sind Unternehmerinnen und Untermehr dazu verpflichtet, die Gefährdungen am Arbeitsplatz zu ermitteln, zu dokumentieren und sie zu minimieren. Es erfolgen im März 2021 verstärkt Kontrollen durch die Regierungspräsidien.

Nutzen Sie unsere Arbeitshilfe zur Gefährdungsbeurteilung für Büros und Werkstätten:

Arbeitshilfe zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung - Gefährdung durch Coronavirus SARS-CoV-2 - Ergänzt um die Corona ArbeitsschutzverordnungGefährdungsbeurteilung-Büro.docx(336 Downloads)

Für Baustellen empfehlen wir die Kurzhandlungshilfe der BG Bau zur Dokumentation jeder Baustelle:

https://www.bgbau.de/fileadmin/Medien-Objekte/Medien/Gefaehrdungsbeurteilung/Kurzhandlungshilfe_Baustellenhygiene_final.pdf

Bei Rückfragen steht Ihnen Rechtsanwalt Andreas Lieberknecht gerne zur Verfügung.

Nur wenn das Ansteckungsrisiko am Arbeitsplatz verringert wird, lässt sich ein harter wirtschaftlicher Shutdown vermeiden. Das Infektionsgeschehen ist trotz der in vielen Lebensbereichen bereits einschneidenden Kontaktreduzierung unvermindert hoch. Daher braucht es insbesondere am Arbeitsplatz zusätzliche Maßnahmen, um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu gewährleisten und um Betriebe weiter offen halten zu können.

Wichtig ist der wirksame Schutz am Arbeitsplatz. Es geht um Arbeitsschutz für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Homeoffice für alle, die ihre Aufgaben auch zuhause erfüllen können, ist ein Baustein, denn wer im Homeoffice arbeitet, schützt damit auch die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. Genauso muss aber auch die Arbeit im Betrieb sicher sein für diejenigen, die ihren Arbeitsplatz nicht nach Hause verlegen können.

Das gilt jetzt schon

Es gelten die derzeitigen Arbeitsschutzregelungen fort:

  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen; Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung, wo dies nicht möglich ist.
  • In Kantinen und Pausenräumen muss ebenfalls der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden.
  • Arbeitgeber müssen Flüssigseife und Handtuchspender in Sanitärräumen bereitstellen.
  • Regelmäßiges Lüften muss gewährleistet sein.

Das gilt neu – zunächst befristet bis zum 15. März 2021 (verlängert bis 30. April 2021)

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten das Angebot annehmen, soweit sie können.
  • Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen.
  • In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.
  • Arbeitgeber müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) zur Verfügung stellen.

Hier finden Sie die neue Verordnung.