Einführung von BIM im Hoch- und Infrastrukturbau: Kleine Anfrage der FDP – Überblick des Diskussionsstandes

Ende 2015 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den „Stufenplan Digitales Planen und Bauen“ veröffentlicht, wonach bis Ende 2020 alle neu zu planenden Projekte im Zuständigkeitsbereich des BMVI nach einem konkret definierten Leistungsniveau mit der Methode Building Information Modeling (BIM) geplant und gebaut werden sollen. Mithilfe der konsequenten Anwendung von BIM in allen Phasen des Lebenszyklusses eines Bauwerks sollen die Planungsgenauigkeit erhöht, Kostenrisiken minimiert und die Gesamtkosten eines Bauwerks von der Planung über den Bau bis zum Betrieb bzw. der Instandhaltung optimiert werden.

Mitte 2018 ist die Hälfte der selbst gesetzten Frist zur breiten Implementierung von BIM vorüber. Es stellt sich die Frage, wie weit die Vorbereitungen fortgeschritten sind, wie die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Ressorts organisiert ist und inwieweit die Bundesregierung auch beim Bundeshochbau der Kernforderung der Reformkommission Bau von Großprojekten – der Implementierung von BIM – nachkommt und welche konkreten Maßnahmen zur breiten Implementierung der Methode auch im Hochbau durchgeführt werden.

Die Bundesregierung hat die Kleine Anfrage der FDP zum Stand der Einführung von BIM im Infrastruktur- und Hochbau beantwortet (Drucksache 19/6028). Die Antwort bietet einen guten Überblick über Diskussionsstand, Pläne und Umsetzung zur Einführung von BIM als Methode für den öffentlichen Bau.

Die Antworten der Bundesregierung geben Auskunft

  • über die laufenden Pilotprojekte im Hochbau (BMI) und im Infrastrukturbau (BMVI) (S. 5 f.)
  • über die Einführung von BIM bei der Deutschen Bahn (S. 3)
  • über die Trennung von Planen und Bauen sowie die Vergabe in Fach- und Teillosen, die auch für das Bauen mit BIM der Standard bleiben sollen (S. 8)
  • die Entwicklung einer Normungsstrategie durch den Bund (S. 8)
  • über das ausgeschriebene BIM-Kompetenzzentrum des BMVI sowie das BIM-Kompetenzzentrum in Rheinland-Pfalz zur Ausbildung von Mitarbeitern der Bundesbauverwaltung (S. 9 f.)
  • über Förder- und Forschungsprojekte
  • über den anstehenden Koordinationsbedarf zwischen all den BIM-Projekten, Kompetenzzentren, Aktivitäten und Clustern
  • über die Zusammenarbeit zwischen den Ressorts beim Thema BIM (S. 11) und
  • über den Austausch zwischen Politik und Verbänden im "Branchendialog Digitaler Hochbau" (S. 7).

Der Branchendialog ist ein regelmäßig tagender Gesprächskreis, der den digitalen Transformationsprozess flankiert und an dem auch der ZDB teilnimmt.

Die komplette Antwort der Bundesregierung (Drucksache 19/6028) finden Sie hier:

BIM_Antwort-Bundesregierung kleine AnfrageBIM_Antwort-Bundesregierung-kleine-Anfrage-1906028.pdf(7 Downloads)