BG BAU veröffentlicht überarbeitete Version des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe

BG BAU veröffentlicht überarbeitete Version des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe

Aufgrund des Erlasses der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) hat die BG BAU am 8. Februar 2021 eine aktualisierte Version des Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe auf ihrer Internetseite veröffentlicht (vgl. Anlage, Stand 5. Februar 2021).

Die Corona-ArbSchV trat am 27. Januar 2021 in Kraft und gilt vorerst bis zum 15. März 2021. Sie verpflichtet Arbeitgeber und Beschäftigte zu weitergehenden und verbindlichen Maßnahmen des Infektionsschutzes.

Die aktualisierte Version des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards für das Baugewerbe weist insbesondere auf folgende Regelungen der Corona-ArbSchV hin, die zu verschärften Anforderungen im Arbeitsschutz führen:

  • Ist die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen erforderlich, so darf eine Mindestfläche von 10 qm für jede im Raum befindliche Person nicht unterschritten werden, soweit die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen. Lassen die auszuführenden Tätigkeiten dies nicht zu, so hat der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen den gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherzustellen, insbesondere durch Lüftungsmaßnahmen und geeignete Abtrennungen zwischen den anwesenden Personen. Auch in Pausenräumen und Kantinen sind ausreichende Abstände sicherzustellen, z. B. durch entsprechende Anordnung von Tischen und Stühlen. Gegebenenfalls sind Schutzabstände durch Absperrungen oder Markierungen (z. B. Klebeband) abzugrenzen. Sind die Vorgaben zur Raumbelegung oder zu technischen Maßnahmen nicht umsetzbar, ist Mund-Nasen-Schutz durch Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen und von den Beschäftigten zu tragen.Die selbstgenähte Mund-Nasen-Bedeckung ist nicht mehr zulässig. Es müssen medizinische Gesichtsmasken, FFP2-Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung gestellt werden.
  • Die Arbeitsabläufe sind möglichst so zu organisieren, dass der Mindestabstand von 1,5 m sicher eingehalten wird. In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sind die Beschäftigten in möglichst kleine Arbeitsgruppen einzuteilen. Personenkontakte zwischen den einzelnen Arbeitsgruppen im Betriebsablauf sowie Änderungen dieser Einteilung sind auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren. Zeitversetztes Arbeiten ist zu ermöglichen, soweit die betrieblichen Gegebenheiten dies zulassen.
  • Auftragsbearbeitungen, Rechnungslegung und andere Büroarbeiten oder vergleichbare Tätigkeiten sind als mobiles Arbeiten z. B. von zu Hause zu ermöglichen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen.
  • Der Arbeitgeber hat Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung zu stellen, wenn

- die Anforderungen an die Raumbelegung nicht eingehalten werden können oder
- der Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann oder
- bei ausgeführten Tätigkeiten mit Gefährdung durch erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist.

Die Beschäftigten haben die vom Arbeitgeber zur Verfügung zu stellenden Masken zu tragen.

Detaillierte Ausführungen sind dem SARS-CoV-2 Arbeitsschutzstandard der BG BAU und. der Corona-ArbSchV zu entnehmen.

Die Broschüre finden Sie hier:

https://www.bgbau.de/fileadmin/Medien-Objekte/Medien/Gefaehrdungsbeurteilung/BG_BAU_Arbeitsschutzstandard_Bau.pdf